Tag Heuer hat am 9. November in New York City die bereits während der Baselworld am 19. 3. angekündigte Smartwatch „Tag Heuer Connected“ der Öffentlichkeit vorgestellt. Sie ist ab sofort verfügbar und kostet 1400 CHF. Die Enthüllungszeremonie, zu der LVMH-Uhrenchef Jean-Claude Biver und LVMH-Präsident Bernard Arnault angereist waren, fand im LVMH-Tower an der East 57th Street in Manhattan statt. Mit dabei waren Brian Krzanich, CEO von Intel (links im Titelbild) und David Singelton, Vizepräsident Engineering für Android von Google (zweiter von rechts), der auch schon bei der Ankündigung in Basel dabei war.

Bernard Arnold und Jean-Claude Biver präsentieren ihre Connected Watch.
Bernard Arnault und Jean-Claude Biver präsentieren ihre Tag Heuer Connected.

Die Smartwatch ist in einem runden, 46mm grossen und 12,8mm dicken Titangehäuse untergebracht, das sich an das Design des Modells Carrera anlehnt. Die mit einer Minüterie versehene karbidbeschichtete Titanlünette ist nicht drehbar. Zwischen den unteren Bandanstössen ragt eine auffällige Kunststoffabdeckung hervor, unter der sich eine Antenne verbergen dürfte. Der Touchscreen mit einem Durchmesser von 360mm besteht aus einem planen, kratzfesten Saphirglas, unter dem ein LTPS LCD Touchscreen mit einer Auflösung von 240ppi arbeitet. Im Standardmodus präsentiert der Bildschirm ein typisches Zifferblatt einer mechanischen Uhr der Marke, allerdings ohne wirkliche Tiefenwirkung. Standardmässig kann der Träger zwischen drei Typen wählen: Chronograph, 3 Zeiger oder GMT. Die programmierten Zifferblätter sind in drei Farben abrufbar: schwarz, dunkelblau und weiss. Weitere sollen in Zukunft über den Google Play Store heruntergeladen werden können. Informationen, die über die Zeitanzeige hinausgehen, werden im Standardmodus in den drei Totalisatoren des Chronos visualisiert. Will man sich mit einer Funktion eingehender befassen, tippt man sie an, worauf sie sich im Vollbildmodus präsentiert. Die Funktionen der Uhr werden sowohl über Fingergesten auf dem Touchscreen, als auch über die als Druckknopf ausgebildete Krone angewählt. Folgende Zusatzapps sind speziell für die Connected Watch von Tag Heuer konzipiert worden: Insiders, eine Lifestyle App; GolfShot Pro für Golfer; RaceChrono Pro für den Motorsport, und Viewrangers, eine GPS-basierte App zum Wandern. Die Uhr wird mit einem schwarzen Kautschukband mit Faltschliesse aus Titan geliefert. Zusätzliche Bänder sind in rot, blau, weiss, orange, grün und gelb erhältlich.

Die neuen Tag Heuer Connected im Schaufenster der Tag Heuer Boutique im LVMH Tower. (Photo by Craig Barritt/Getty Images for Tag Heuer)
Die neuen Tag Heuer Connected im Schaufenster der Tag Heuer Boutique im LVMH Tower. (Photo by Craig Barritt/Getty Images for Tag Heuer)

Die Laufzeit der Batterie wird mit einem Tag angegeben, eine Angabe, die einigen Spielraum zulässt. Auch bei der Wasserdichtigkeit bewegt sich die Smartwatch des Schweizer Herstellers in der Nähe ihres grössten Konkurrenten, der Apple Watch. Wohl wegen des eingebauten Mikrofons ist die Uhr lediglich spritzwassergeschützt. Zum Aufladen muss man die Uhr auf die Ladestation legen. Allerdings wird sie nicht wie bei Apple induktiv geladen, sondern über 4 Kontakte auf der Rückseite.

In der Schweiz kann die Uhr offenbar noch in keinem Geschäft gekauft werden, da sie nur über Tag Heuer Boutiquen und übers Internet vertrieben wird. Die nächste Boutique von uns aus ist in München.

Farbenfroh präsentiert sich die Carrera-Smartwatch mit orangefarbenem Kautschukband.
Farbenfroh präsentiert sich die Carrera-Smartwatch mit orangefarbenem Kautschukband.
So präsentiert sich das Zifferblatt, wenn eine App in den Vordergrund tritt.
So präsentiert sich das Zifferblatt, wenn eine App in den Vordergrund tritt.

Ob Tag Heuer mit diesem elektronischen Zeitmesser, auf dem zwischen den Bandanstössen in grossen Lettern „Swiss Engineered“ prangt, die Zukunft der Marke eingeläutet hat, wird die Zukunft weisen. Anders als die Apple Watch scheint sie nicht über Sensoren auf der Rückseite zu verfügen, mit denen der Puls überwacht werden kann. Verschwiegen wurde bei der Pressekonferenz natürlich auch, dass die Zusammenarbeit der Uhrenmarke mit Google und Intel nicht exklusiv ist, zumal bereits ein Vertrag zwischen Fossil und den beiden Elektronikkonzernen besteht. Was in Zukunft von Fossil in dieser Richtung zu erwarten ist, dürfte ja ebenfalls spannend werden, da der amerikanische Lifestyle-Konzern auch connected Jewelry plant.

Auf die Uhr gewährt Tag Heuer eine Garantiezeit von 2 Jahren. Nach Ablauf dieser Zeit bietet die Marke dem Käufer einen ganz speziellen Service, der wohl dazu dienen soll, unentschlossene Kunden zu ködern: dann darf man seine Uhr nämlich zu einer Tag Heuer Boutique bringen und gegen ein mechanisches Modell eintauschen, das speziell zu diesem Zweck entworfen wurde.

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